Chronologie der Krise in der Ukraine

Velina Tchakarova: Chronologie der Krise in der Ukraine: eine aktuelle Bestandsaufnahme (Teil 1), AIES Fokus 3/2014.

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03.06.2014 / Vorige / Nächste Publikation


Die Ukraine erlebte viele politische Umwälzungen in ihrer jüngsten Geschichte und ging durch viele Höhen und Tiefen während der Transformation ihres politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systems. Unumstritten gelten der Euromaidan-Platz im Februar und die Odessa Tragödie im Mai 2014 als die bisher blutigsten Episoden, deren Ausmaß das ganze Land und die Weltgemeinschaft erschütterten. Begonnen hat es mit spontanen Protesten auf dem Hauptplatz in Kiew – dem (Euro)Maidan –, auf dem Menschen aus verschiedenen Alters- und Sozialgruppen ihre Unzufriedenheit mit der Nichtunterzeichnung des bereits paraphierten Assoziierungsabkommens (AA) mit der Europäischen Union (EU) – einschließlich der weitreichenden und umfassenden Freihandelszone (DCFTA) – zum Ausdruck brachten. Sie endeten in einer nationalen Tragödie mit mehr als hundert Toten und mehreren hundert Verletzen. Im Nachhinein wurde der Euromaidan zum Hoffnungssymbol für die Protestierenden, weil von diesem Ort bedeutende politische Veränderungen ausgingen, welche sich letztendlich in der Durchführung vorgezogener Präsidentschaftswahlen niederschlugen.

Der Beitrag setzt sich zum Ziel, eine Bestandsaufnahme der Ereignisse während der Krise in der Ukraine zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen, indem die divergierenden Posi­tionen aller Konfliktparteien dargestellt werden.

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