Eastern Partnership Summer School in Minsk

Teilnahme von AIES Associate Fellow Adam Urosevic

16.09.2019 / Vorige / Nächste Meldung


AIES Associate Fellow Adam Urosevic nahm an der 2ten „Eastern Partnership Summer School“ in Minsk, Belarus, teil. Die Sommerschule, die vom Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Weißrussland und dem Geschichtsinstitut der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Weißrussland gemeinsam organisiert wurde, brachte 24 junge Fachleute aus den ÖP-Staaten (Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Moldawien und der Ukraine) sowie aus fünf EU-Mitgliedstaaten (Österreich, Bulgarien, Deutschland, Ungarn und Polen) zusammen.

Vom 19. bis 23. August diskutierten die Teilnehmer zusammen mit prominenten Diplomaten und belarussischen Forschern intensiv nicht nur über die gemischten Ergebnisse der ersten zehn Jahre der Östlichen Partnerschaft, sondern auch deren Zukunft. Obwohl Einigkeit über die Notwendigkeit und Bedeutung der Initiative herrschte, wurden lebhafte Diskussionen über die Spannungen zwischen einem transformativen wertorientierten Ansatz und einem pragmatischen sicherheitsbasierten Ansatz geführt. Es wurde weiter darüber nachgedacht, ob eine größere Flexibilität zu Lasten einiger Östlicher Staaten gehen würde (z.B. Aufteilung der Länder in ein „Östliches Programm 3+3“). Ein ganzer Tag war dem „Elefanten im Raum“ gewidmet – den Beziehungen Russlands sowohl zur EU als auch zu den sechs ÖP-Staaten. Besonders interessant war die Feststellung, dass sich die Debatten häufig sowohl um China als auch um Russland drehten.

Die Sommerschule der Östlichen Partnerschaft endete damit, dass die Teilnehmer der Konrad-Adenauer-Stiftung konkrete Projekte vorschlugen, die sie in den letzten vier Tagen entwickelt hatten. Dazu gehörten Vorschläge zur Verbesserung der Sichtbarkeit der Östlichen Partnerschaft in den südlichen EU-Mitgliedstaaten, die Einleitung einer strategischen Kommunikationskampagne der Östlichen Partnerschaft, die sich auf virtuelle Persönlichkeiten in sozialen Medien konzentriert, und die Schaffung eines regionalen Forschungsnetzwerks zur Förderung unabhängiger China-Expertise.