Zukunftsmanagement und Politikberatung

Ursula Werther-Pietsch, Maria-Angela Brunner: Neue Wege für Zukunftsmanagement und Politikberatung – Am Beispiel des 3C Netzwerks, AIES Fokus 7/2020

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19.06.2020


Politikführung und Zukunftsdenken wachsen zusammen. Wir brauchen neue Kommunikationsstrukturen. Die multiple Systemkrise Covid-19 macht gesamtstaatliche Ansätze im Denken und Handeln von Regierungen unabdingbar. Auf die Frage, wie inklusive Governance Modelle in Zukunft aussehen können, gibt es neue Antworten.

Die erste Lehre, die wir aus der Covid-19 Krise ziehen ist, jederzeit resilient handeln zu können. Je schneller das betroffene System zu seiner normalen Funktionsweise zurückkehrt, desto resilienter ist es. Zur Resilienz trägt die Fähigkeit bei, über leicht und schnell aktivierbare, verlässliche Netzwerke zu verfügen.

Denn Krisenvorsorge heißt nicht nur, mit detaillierten Plänen für alle Optionen aufzuwarten, sondern auch in kürzester Zeit auf eine möglichst breite Wissensbasis zugreifen zu können. Dies wirft die Frage nach geeigneten Instrumenten von Politikberatung auf, die mit dem langfristigen Aufbau von Netzwerken verknüpft sind. Die Schnittstelle zwischen politischer Entscheidung und Aufbereitung von Entscheidungsoptionen betrifft dabei nicht nur die Wissenschaft, sie ist – demokratiepolitisch gesehen – eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Basis für ein „neues Regieren“?

Gefragt ist die gesamtheitliche Produktion von politischem Wissen und Verfahren zur Optimierung von Politikberatung post-Covid-19 („Vier Fenster Theorie“). Es geht um eine neue Balance zwischen Politik, Gesellschaft und Wissenschaft, um „Zukunftsmanagement“.