AIES Wien

21.06.2018 / ENGLISH / SITEMAP / AIES INFO / FACEBOOK

Welche Finanz- und Wirtschaftspolitik braucht die EU?

Am 4. November 2011 organisierte das Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik (AIES) sein 15. Europaforum in der Diplomatischen Akademie in Wien. Hochrangige Teilnehmer diskutierten die Eurokrise und ihre Auswirkungen auf Europas Zukunft.

PDF-Programm

10.11.2011 / Vorige / Nächste Meldung



Dr. Arnold Kammel, AIES Generalsekretär, Dr. Maria Fekter, Bundesministerin für Finanzen, Dr. Werner Fasslabend, AIES Präsident, Mag. Johannes Spreitz, Politische Akademie. Fotos © Martin Hörmandinger

Referenten waren hierbei neben Dr. Maria Fekter, Bundesministerin für Finanzen, der ehemalige Außenminister Griechenlands und Mitglied des Europäischen Parlaments, Dimitrios Droutsas, Prof. Dr. Christian Keuschnigg, Universität St. Gallen, Dr. Claus Raidl, Präsident der Oesterreichischen Nationalbank, Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell, ehemaliges Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, Prof. Hans Geeroms, EU-Wirtschaftsberater des belgischen Premierministers sowie Dr. Christian Mölling von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).

Die internationale Konferenz fand in Zusammenarbeit mit der Politischen Akademie, dem Centre for European Studies und dem European Security and Defence College (ESDC) statt.


Dr. Maria Fekter, Bundesministerin für Finanzen

Das zentrale Thema des Europaforums war die Finanzkrise und wie die EU dieser entgegen tritt. Finanzministerin Fekter stellte in ihrer Eröffnungsrede ein von den EU-Finanzministern entworfenes 6-Punkteprogramm vor, welches bereits am 26. Oktober von den EU-Regierungschefs beschlossen wurde. Dieses beinhaltet die Stabilisierung Griechenlands bzw. einen Schuldenerlass für Griechenland, ein Bankenstabilisierungspaket, die Flexibilisierung des Rettungsschirmes (EFSF) und einen Punkt über die nationale Haushaltsdisziplin. Weitere Punkte des Plans: eine wesentlich bessere Einheitlichkeit auf der EU-Ebene, eine Vorgabe über die weitere Entwicklung der Haushalte der Euro-Länder und strategische Überlegungen zu einem neuen Management über die Euro-Gruppe. Grundsätzlich bewertet Fekter den Euro als eine stabile Währung. Bei der derzeitigen Krise handle es sich vielmehr um eine Staatsschuldenkrise.


Dimitrios Droutsas

Der frühere griechische Außenminister Droutsas erläuterte die Situation in Griechenland und bedankte sich bei Österreich für die gezeigte Solidarität. Griechenland sei immer ein wichtiges Mitglied der EU gewesen, weshalb es gerade deshalb darum ginge, Griechenland an Bord zu behalten.


Prof. Dr. Christian Keuschnigg

Prof. Keuschnigg und Prof. Geeroms analysierten aus wissenschaftlicher Sicht, ob die getroffenen Maßnahmen für eine nachhaltige Stabilisierung ausreichten, während Dr. Tumpel-Gugerell auf die Rolle der EZB im Rahmen der europäischen Finanz- und Wirtschaftspolitik einging. Dr. Raidl betonte, dass der Euro eine Erfolgsgeschichte darstelle und forderte ein „Mehr an Europa“.


Prof. Hans Geeroms


Dr. Claus Raidl

Abschließend stellte Dr. Mölling die Konsequenzen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) der EU dar.

Galerie


Links zum Thema

Will the EU lose the East?
Livia Benkova, Apolonija Rihtarić, Velina Tchakarova: Will the EU lose the East? AIES Studies 6 / May 2018.
07.05.2018 / Mehr

Bulgariens EU-Ratspräsidentschaft
Am 16. März 2018 hielt I.E. Lilyana Pavlova, Ministerin für die bulgarische Präsidentschaft des Rates der EU, auf Einladung des AIES einen Vortrag zum Thema „Bulgariens Prioritäten im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft 2018“.
28.03.2018 / Mehr

AIES Fokus 1/2018: Griechenland
Sofia Maria Satanakis: Griechenland im Zentrum der europäischen Krisenherde: Eine aktuelle Bestandsaufnahme, AIES Fokus 1/2018
26.02.2018 / Mehr

Die Europäische Union, die Östlichen Partnerländer und Russland
Am 7. Februar 2018 organisierte das AIES gemeinsam mit der Diplomatischen Akademie Wien und der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich eine Podiumsdiskussion zum Thema „Die Europäische Union, die Östlichen Partnerländer und Russland".
12.02.2018 / Mehr

AIES Fokus 7/2017: Brexit Negotiations: Phase One Completed?
Lawrence Kettle: Brexit Negotiations: Phase One Completed?, AIES Fokus 7/2017
29.12.2017 / Mehr

Ansprechpartner
Dr. Arnold Kammel

AIES Direktor

Veranstaltungsreihe

Call for Papers (CfP) zur KFIBS-AIES-Nachwuchstagung 2018 für Europawissenschaftler(innen) und Sicherheitspolitikforscher(innen) in Bonn, Deutschland.

Thema: Erst „Sicherheits- und Verteidigungsunion", dann „europäische Armee"?

PDF-Information

Rückblick auf erste AIES-KFIBS-Nachwuchstagung 2017 für Europawissenschaftler(innen) in Wien

Abstracts & verschriftlichte Vorträge

Deutsch-österreichische Nachwuchsdebatten zur Zukunft der EU des AIES und des Kölner Forums für Internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik e. V. (KFIBS).

PDF-Konzept

Über uns

Das Austria Institut für Europa und Sicherheitspolitik / AIES befasst sich mit der Weiterentwicklung der EU und ihrer Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Neben der wissenschaftlichen Analyse erarbeitet das AIES praxisorientierte Empfehlungen für die Politik. Das

AIES Fokus

AIES Fokus 3/2018: The Rise of Russian Disinformation in Europe
Lívia Benková: The Rise of Russian Disinformation in Europe, AIES Fokus 3/2018

DSGVO

Lesen Sie bitte die Erklärung des AIES zur Datenschutz-Grundverordnung, DSGVO, die am 24. Mai 2018 europaweit in Kraft getreten ist.

Webdesign by EGENCY