AIES Fokus 1/2010: Das Projekt "Asiatische Freihandelszone"

Michael Fuker: Das Projekt "Asiatische Freihandelszone" - Eine ambitionierte Initiative mit Herausforderungen für Asien und Europa, AIES Fokus 1/2010.

PDF-Download

01.03.2010 / Vorige / Nächste Publikation


Mit der Einrichtung der asiatischen Freihandelszone am 1.1. 2010 zwischen der Volksrepublik China und den sechs Gründungsstaaten der ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) begann ein ambitioniertes wirtschaftliches Projekt. Dieses Projekt soll in zwei Phasen durchgeführt werden. Die erste sieht innerhalb eines Zeitraumes von 2010 bis 2015 einen weitgehenden Zollabbau vor. Danach sollen im zweiten Schritt die anderen der insgesamt zehn ASEAN-Mitgliedsstaaten in die Freihandelszone integriert werden. Das Abkommen bildet, gemessen am Handelsvolumen (138,8 Milliarden Euro), nach dem Europäischen Wirtschaftsraum und der Nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA), die drittgrößte Freihandelsregion und bietet mit einer Bevölkerung von 1,9 Milliarden Menschen den größten gemeinsamen Wirtschaftsraum weltweit. Die Region erwirtschaftet elf Prozent der Weltwirtschaftsleistung, der Handel zwischen China und den ASEAN-Staaten ist zwischen 2003 und 2008 jährlich um durchschnittlich 24 Prozent gewachsen.