Workshop Forschungssicherheit
Trends und Perspektiven für Österreich und Europa
16.03.26 / Wien / Österreichische Außen- und Sicherheitspolitik / Europäische Sicherheit und Verteidigung
Am 16. März veranstaltete das AIES gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV) einen Workshop zum Thema Forschungssicherheit. Ziel der Veranstaltung war es, den aktuellen Status quo zu analysieren, zentrale Herausforderungen zu identifizieren und Ansätze für eine stärkere Operationalisierung von Forschungssicherheit zu diskutieren.
Im Mittelpunkt standen die wachsende strategische Bedeutung von Forschungssicherheit sowie die zunehmende Komplexität durch technologische Entwicklungen und hybride Bedrohungslagen. Besonders hervorgehoben wurde die zunehmende Unschärfe im Dual-Use-Bereich, in dem eine klare Trennung zwischen ziviler und militärischer Forschung immer schwieriger wird.
Die Diskussionen verdeutlichten zudem das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Offenheit und dem Schutz sensibler Technologien. Internationale Kooperationen bleiben essenziell, erfordern jedoch gleichzeitig verstärkte Mechanismen zur Risikobewertung und Risikominimierung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Forschungssicherheit konkret messbar und institutionell verankert werden kann. Dabei zeigte sich ein klarer Bedarf an einheitlichen Modellen, Indikatoren und Governance-Strukturen, um Risiken systematisch zu erfassen und fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass Forschungssicherheit zunehmend als operatives Handlungsfeld verstanden werden muss, das ein integriertes Zusammenspiel von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft erfordert. Nur durch eine stärkere institutionelle Verankerung, klare Zuständigkeiten sowie ausreichende Ressourcen kann Forschungssicherheit langfristig wirksam umgesetzt werden.
