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Best Practices aus Skandinavien in der Bekämpfung von hybriden Bedrohungen

Ein Workshop mit Vertreter:innen aus Schweden und Finnland

10.09.25 / Wien / Europäische Sicherheit und Verteidigung / Globale Dynamiken


Am 10. September 2025 richtete das Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik (AIES) in Kooperation mit Vertreter:innen aus Schweden und Finnland einen Workshop zum Thema „Best Practices aus Skandinavien in der Bekämpfung von hybriden Bedrohungen“ aus. Diskutiert wurden insbesondere die Erfahrungen Schwedens und Finnlands im Bereich Cyber- und hybrider Bedrohungen und dessen Relevanz für Österreich und Europa.

Der schwedische Beitrag von Frederick Fooy, Senior Analyst der Swedish Psychological Defence Agency, betonte die strategische Bedeutung des Total Defence-Konzepts. Zentrale Elemente letzteres sind dabei die psychologische Verteidigung, die Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz gegenüber Desinformationskampagnen sowie die enge Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen, privater sowie zivilgesellschaftlicher Akteure.

Die finnische Perspektive, präsentiert von Hanna Smith, Senior Strategic Advisor des Generalsekretärs der OSZE, betonte hingegen die Tradition umfassender Sicherheitsvorsorge, die staatliche Stellen, Unternehmen und Bürger gleichermaßen einbindet. Nationale Verteidigungskurse, Public–Private Partnerships, sowie Schulkurse bilden den Grundstein für das breite gesellschaftliche Verteidigungsbewusstsein in Finnland. Gleichzeitig wurde auf bestehenden Handlungsbedarf im Bereich des Informationsaustauschs sowie hinsichtlich rechtlicher Anpassungen hingewiesen.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass nationale Ausgangsbedingungen (politisch/geschichtlich/geografisch) die Entwicklung von Resilienzstrategien maßgeblich bedingen und prägen. Für Österreich bedeutet dies, die eigenen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen und gleichzeitig eine stärkere Einbindung in EU-Strukturen anzustreben. Konsens bestand darüber, dass hybride Bedrohungen auch künftig eine wachsende zentrale Herausforderung darstellen, die nur durch gesamtgesellschaftliche Zusammenarbeit und europäische Solidarität wirksam bewältigt werden können.


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