Die EU am Weg zu einer Sicherheits- und Verteidigungsunion

Am 10. November 2017 veranstaltete das AIES gemeinsam mit der Politischen Akademie sowie dem Wilfried Martens Centre for European Studies das 21. Europaforum in der Diplomatischen Akademie Wien.

PDF-Programm 21. Europaforum

27.11.2017 / Vorige / Nächste Meldung



Fotos: Ramiro Murguia

Das diesjährige Forum stand unter dem Generalthema „Die EU am Weg zu einer Sicherheits- und Verteidigungsunion“.

Die Veranstaltung wurde von Vizekanzler Dr. Wolfgang Brandstetter eröffnet. Er betonte die Notwendigkeit gemeinsamer europäischer Lösungsansätze, um den aktuellen Herausforderungen mit denen die EU sowie deren Mitgliedstaaten konfrontiert sind, erfolgreich begegnen zu können.

David McAllister, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Europäischen Parlament, unterstrich die Tatsache, dass die Entwicklungen innerhalb der GSVP in den letzten 13-14 Monaten signifikanter waren als in all den Jahren davor. Er begrüßte die Errichtung eines Europäischen Verteidigungsfonds, welcher die Kooperation der EU-Mitgliedstaaten im Rahmen der GSVP erleichtern wird.

Michèle Alliot-Marie, MEP und ehemalige Außen- und Verteidigungsministerin Frankreichs, erwähnte, dass sich die EU im Bereich der Sicherheit und Verteidigung nun in einer neuen Phase befinde, verwies jedoch gleichzeitig auf die Notwendigkeit der Komplementarität zwischen EU und NATO.

Der Staatssekretär im Verteidigungsministerium der Republik Slowakei, Ròbert Ondrejcsak betonte, dass die EU im Bereich der Verteidigung selbstständig werden müsse, allerdings mit der NATO, wo immer möglich, kooperieren sollte. Eine Stärkung der Europäischen Verteidigung sei nicht nur für die Mitgliedstaaten selbst von Vorteil, sondern auch für die Partner Europas.

Der ehemalige iranische Außenminister und jetzige Präsident des Strategischen Rates für die Außenbeziehungen des Iran, Seyyed Kamal Kharrazi bezog sich in seiner Rede auf die Rolle des Iran im Nahen Osten und bekräftigte die Notwendigkeit einer guten und engen Beziehung zur EU.

Im Vorfeld des EU-Afrika Gipfels, unterstrich Botschafter Bramdeo, Ständiger Vertreter der AU zur EU, dass Afrika und Europa im Sicherheitsbereich in einem Abhängigkeitsverhältnis zueinander stehen, wobei die Blickwinkel jeweils unterschiedlich sind. Er hob hervor, dass die meisten Herausforderungen Bedrohungen in Afrika aus Armut, Klimawandel und gewaltsamen Konflikten resultieren, und letztendlich zu Migration führen.

Am diesjährigen Europaforum nahmen mehr als 180 Personen teil.