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EUROPA Matinée: Die EU bewährt sich in der Krise

Am 9. Mai 2009 veranstalteten das AIES, die Politische Akademie und die Diplomatische Akademie eine EUROPA Matinée in der Diplomatischen Akademie Wien. Redner waren Dr. Johannes Hahn, Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Außenminister Dr. Michael Spindelegger und EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner.

29.05.2009 / Vorige / Nächste Meldung



EU-Kommissarin für Außenbeziehungen und Europäische Nachbarschaftspolitik, Benita Ferrero-Waldner. Fotos: Ernst Weingartner.


Aufmerksame Zuhörerschaft

Trotz mancher Kritik an der EU hat es sich gerade wieder in Zeiten der Krise erwiesen, dass Österreich in vielfacher Hinsicht Nutzen aus der Mitgliedschaft in der Union zieht. Dieser Grundtenor durchzog die vom AIES in Kooperation mit der Politischen Akademie und der Diplomatischen Akademie organisierte EUROPA Matinée. Am 9. Mai, dem Europatag, diskutierten EU-Kommissarin Dr. Benita Ferrero-Waldner und die Bundesminister Dr. Johannes Hahn und Dr. Michael Spindelegger mit den zahlreich erschienenen Gästen zentrale Fragen der europäischen Integration.


Direktor Winkler bei der Eröffnung der EUROPA Matinée.

Kommissarin Ferrero-Waldner erteilte nationalen Egoismen eine entschiedene Absage. Ein Europa aus Ländermatchperspektive sei falsch und verhindere das weitere Fortkommen Europas. Die EU behindere nicht nationale Souveränität, sondern ermögliche diese erst. Ein geeintes Europa agiere als Motor für die Interessen der einzelnen Mitglieder und werde global als Akteur ernst genommen. Die östliche Partnerschaft bilde ein strategisches Gegengewicht zur Mittelmeerunion.


Dr. Johannes Hahn, Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Foto: Thomas Preiss.

Für BM Hahn erscheint es wichtig Europa zu einer wissensbasierten Gesellschaft auszubauen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, seien Forschung und Wissenschaft wesentliche Faktoren. In Europa gibt es über 4000 Universitäten mit mehr als 17 Millionen Studierenden und knapp 1, 5 Millionen Lehrenden. Für ein kleines Land wie Österreich sei dabei entscheidend, für sich Nischen zu suchen. Der Ausbau des Forschungsstandortes Europa sei notwendig, um langfristig auch das europäische Sozialmodell absichern zu können.


Außenminister Dr. Michael Spindelegger

Österreich brauche Partner, um die Krise gut zu meistern, so BM Spindelegger. Der Euroraum sei für Österreich ein wichtiger Stabilitätsanker. Mit dem Vertrag von Lissabon sei jetzt das nächste Etappenziel zur Stärkung Europas zu erreichen. Österreich hat gemeinsam mit Rumänien eine Donauinitiative gestartet und dies kann Österreichs Gewicht in der EU stärken. Die intensiven Debatten und das große Interesse zu und an der EU zeigen, dass die Union kein Auslaufmodell sei.


V.l.n.r.: Arnold Kammel, Generalsekretär des AIES, Botschafter Hans Winkler, Direktor der Diplomatischen Akademie Wien, BM Johannes Hahn, Kommissarin Benita Ferrero-Waldner, BM Michael Spindelegger, Werner Fasslabend, Präsident des AIES, Franco Algieri, Forschungsdirektor des AIES.



Programm

Begrüßung
StSekr. a.D. Botschafter Dr. Hans Winkler
Direktor der Diplomatischen Akademie Wien

Österreichs Rolle in der EU
Dr. Michael Spindelegger, Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten

Standort Europa: Herausforderungen und Chancen
Dr. Johannes Hahn
Bundesminister für Wissenschaft und Forschung

Die EU als globaler Akteur
Dr. Benita Ferrero-Waldner
EU-Kommissarin für Außenbeziehungen und Europäische Nachbarschaftspolitik

Moderation
BM a.D. Dr. Werner Fasslabend
Präsident des AIES und der Politischen Akademie


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